SV Tell

Allermann

Schiesskarte

Der Schützenverein Tell von 1899, Delmenhorst wurde am 26.05.1899 von 15 Gründungsmitgliedern in Fährmann´s Restaurant gegründet. 6 Tage später, am 01.06.1899, fand in Menkens Hotel die erste Generalversammlung statt. Bereits weitere 6 Tage später zählte der SV Tell schon 50 Mitglieder.

Die Mitglieder des SV Tell waren schon immer sehr tatkräftig und so kam es, das bereits 2 Jahre nach der Gründung des Vereins einen eigene Schießhalle erbaut und eingeweiht wurde. Einen Monat später konnte der Tell schon sein 3. Schützenfest feiern, als gelungenen Einstieg für die eigene Halle. Dabei wurden erstmals Hausratsgegenstände als Prämien an die bestplatzieren Schützen ausgegeben.

Auch im sportlichen Bereich können wir große Erfolge verzeichnen. So nahm der Verein z.B. am Wanderwettschießen des Oldenburger Schützenbundes in Osternburg im Jahre 1906 teil. Die Reihe der Wettkampfbeteiligungen lässt sich unter anderem mit dem Gesellschafstschießen beim Bremer Schützenfest (1907), dem Wanderwettschießen in Jever und dem 16. Deutschen Bundesschießen in Hamburg (1909) fortsetzen.

Der Beginn des 1. Weltkrieges 1914 hat die Vereinsarbeit unterbrochen. Fünf Jahre lang fand kein Schützenfest statt. 1920 wurde dann Peter Windeler der erste Schützenkönig nach dem Krieg. Das Protokoll vom 2. Mai 1921 zeigt eine Mitgliederanzahl von 57 aktiven, 10 passiven und einem Ehrenmitglied.

Kette vorne Kette hinten

Unser kostbarster Schatz, neben unserer Fahne, ist unsere Königskette (nach Meinung von Facheuten eine der schönsten in Delmenhorst und Umgebung). Die Kette überstand die Wirren der beiden großen Kriege und wurde in den schweren Zeiten in einem Banksafe aufbewahrt. Teile der Kette, die im Laufe der Jahre verschlissen oder verloren gingen, wurden mit viel Liebe und Sorgfalt von einem Delmenhorster Goldschmied ersetzt.
Heute trägt der jeweilige König eine schwere Last. Die Kette wiegt 2150g: An der Vorderseite sind 31 Münzen angebracht, während die Rückseite mit 48 Münzen bestückt ist.

Anlässlich der Feier zum 25–jährigen Jubiläum im Jahre 1924 wurde ein großes Fest mit vielen Besuchern ausgerichtet. Unter anderem waren damals der Delmenhorster Schützenverein von 1847, Schützenverein Hude, Adelheide, Hoyerswege, sowie einige auswärtige Scharfschützen vertreten.

Im Februar 1935 wurde, in Zusammenarbeit dem dem Schützenverein Frisch Drauf, beschlossen 5 Kleinkalliberstände zu bauen. Am 1. Juni 1939 wurde das Grundstück, das Schießhaus, sowie die Schießhalle und das zugehörige Inventar an die Haake–Beck–Brauerei Bremen verkauft. Die weitere Nutzung der Anlage wird den Mitgliedern kostenlos gestattet. Dadurch hat sie die finanzielle Situation des Vereins stark verbessert.

Koldingen

Während der Verein 1941 75 aktive Mitglieder zählte, wurde im Jahre 1945 auf Anordnung der Allierten der Kleinkaliberstand gesprengt und sämtliche Gewehre mussten abgegeben, sowie der Verein aufgelöst werden. Einzig die Halle durfte – als Turnhalle – weitergenutzt werden. Am 17. August 1949 wurde der Verein schließlich wieder unter dem Namen Tell neu gegründet.
In diesem Jahr fand das Schützenfest wegen der späten Neugründung erst am 1. und 2. Oktober statt. Am 17. September 1950 wurde die Versammlung erstmals wieder mit einem dreifachen "Gut Schuß" beendet. In den Jahren des Dritten Reiches wurde zum Abschluss der Versammlung "Feuer Frei" oder später "Sieg Heil" verlangt.

Auf dem Schützenfest im Jahre 1966 wurde die zuvor neu angeschaffte Vereinsfahne eingeweiht. Des Weiteren wurde über eine Erweiterung der Schießstände in Form von 4 50m–Kleinkaliberständen, sowie zwei 100m– und zwei Pistolenstände diskutiert. 1981 wurde mit mit Erweiterungen der Schießhalle in Form jeweils vier weiteren Kleinkaliber– und Luftgewehrständen sowie 2 Gebrauchspistolenständen begonnen.
Diese Bauarbeiten wurden zum Großteil von den Vereinsmitgliedern in Eigenhilfe ausgeführt und wurden im Frühjahr des folgenden Jahres abgeschlossen.

Gruppenfoto

1985 wurde mit dem Bau eines Pistolenstandes begonnen, der schon ein Jahr später geweiht werden konnte. Durch diesen neuen Stand konnten viele neue Schützen gewonnen werden und die Mitgliederanzahl stieg auf 200. In den folgenden Jahren wurden von Hans–Georg Trinczek und Fritz Kallmeyer immer wieder zähe Verhandlungen mit der Haake–Beck–Brauerei geführt, so dass der Verein schließlich im Jahre 1989 die gesamte Aanlage zurückkaufen konnte.

In den nachfolgenden Jahren wurden, eingeleitet mit dem Kauf eines 400m² großen Grundstücks von der Stadt Delmenhorst im Jahre 1996, viele weitere Umbauten vorgenommen. Auf dem Neujahrsempfang 1999 schließlich konnten wir den Gästen die Küche und den Rohbau der Kleinkaliberstandes mit den Druckluftwaffenständen, der Waffenkammer und der Werkstatt vorstellen.